Die Werte unserer Eingewöhnung
Die Eingewöhnung in unserer Einrichtung findet sehr situativ und individuell statt. Zwar gibt es einen groben Ablaufplan, jedoch orientieren wir uns stets an den Bedürfnissen, dem Tempo und den Interessen des Kindes.
So berücksichtigen wir beispielsweise, ob das Kind bereits an Aktivitäten wie einem Spielplatzbesuch teilnehmen kann oder in welchen Bereichen und Spielsituationen es sich besonders wohlfühlt. Hierbei solltet ihr euch in der gesamten Eingewöhnungszeit sehr flexibel halten, da sich beispielsweise der Ort zum Abholen oder die Zeit zum Bringen verschieben kann.
Für einen gelungenen Start ist es wichtig, gemeinsam zu überlegen, wann eine gute Zeit zum Kommen ist. Ein entspannter Tagesbeginn unterstützt das Kind dabei, sich auf die neue Umgebung einzulassen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Eingewöhnung ist die Verabschiedung. Wir legen großen Wert darauf, dass Eltern sich bewusst und aktiv von ihrem Kind verabschieden. Ein heimliches Wegschleichen verunsichert Kinder häufig. Ein klares und liebevolles „Tschüss“ gibt ihnen Orientierung und schafft Vertrauen. Sowohl bei der Trennung als auch beim Abholen.
Alle pädagogischen Fachkräfte treten mit dem Kind in Kontakt und bieten Beziehung an. Dabei darf das Kind selbst entscheiden, zu wem es Vertrauen aufbaut und bei wem es sich besonders wohlfühlt. Aus diesem Grund arbeiten wir nicht mit einer festgelegten Bezugserzieher*In, sondern ermöglichen dem Kind, seine Beziehungen individuell zu gestalten.
Grundlage einer erfolgreichen Eingewöhnung ist außerdem ein offener, ehrlicher Austausch zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. Regelmäßiges Feedback und gegenseitiges Vertrauen helfen dabei, das Kind bestmöglich zu begleiten.
Um eurem Kind die Eingewöhnung so einfach wie möglich zu machen, gestaltet bitte die gesamte Zeit und die Trennung so positiv wie möglich. Nur wenn euer Kind spürt, dass es schön ist im Kinderhaus zu sein wird es sich von euch lösen können.
Ebenso ist das Vertrauen in die fachlichkeit und Erfahrung der pädagogischen Fachkräfte ein essentieller Baustein für eine gelingende Zusammenarbeit.
Um den Kindern die nötige Zeit zu geben, im Kinerhaus anzukommen und gleichzeitig die Erlebnisse verarbeiten zu können, bleiben sie in den ersten zwei Monaten nicht länger als bis 13:00 Uhr in der Einrichtung. Im dritten Monat werden die Kinder schrittweise an den Nachmittag gewöhnt. Erst danach ist die Eingewöhnung abgeschlossen und die Öffnungszeiten können nach Bedarf komplett genutzt werden